Heß-Marsch auch 2009 verboten! Nazis wollen mit “Flash Mob” gedenken
Auch im Jahr 2009 ist das Heß-Gedenken in Wunsiedel, per Eilentscheid durch das Bundesverfassungsgericht verboten worden.
Das Verbot wurde von antifaschistischer Seite erwartet, seit 2005 sind die Heß-Gedenkmärsche in Wunsiedel durch das Bundesverfassungsgericht per Eilentscheid verboten worden. Das Bundesverfassungsgericht verweist dabei, auf das laufende Hauptsacheverfahren, welches seit letztem Jahr auch beim Bundesverfassungsgericht liegt und indem in kürze entschieden wird.
Der Nazianwalt und Anmelder Jürgen Rieger hatte schon im März erfolglos versucht auf das Landratsamt Wunsiedel einzuwirken. Er hoffte, das Verbot vom Landratsamt schon früher zugestellt zu bekommen, um im Klageweg den Gerichten mehr Zeit zu geben. Das Verbot kam jedoch erst Mitte Mai.
Wie in den letzten Jahren auch, versucht der aktionistische Teil der Neonaziszene, mit spontanen Aktionen Rudolf Heß zu Gedenken.
Dieses Jahr soll das in Form von “Flash Mobs”, die am Todestag von Heß am 17.August stattfinden. Nazis aus dem Umfeld der Internetseite des Freier Widerstandes, haben dazu aufgerufen sich in verschieden deutschen Städten spontan zusammen zu finden und die letzten Worte die Rudolf Heß vor Gericht sagte, zu verlesen. In ihnen zeigt Heß seine Treue zu Hitler und dem Nationalsozialismus.